Dimitri Antonov ist Dritter der Weltjahresbestenliste

Veröffentlicht: Freitag, 14. Juni 2013 Geschrieben von Reinhold Nürnberger Drucken E-Mail

Die WM-Norm im Dreisprung hatte Dimitri Antonov in diesem Jahr bereits mehrmals überboten. Die Nominierung für die Titelkämpfe in Donetsk (Ukraine) ist eigentlich nur noch Formsache. Daher wollte sich der Bad Kissinger voll und ganz auf die Welttitelkämpfe (10.07.-14.07.) in der Ukraine konzentrieren und davor nur noch bei der Schweinfurter Jugendgala starten.

Weltjahresbestenliste

 

 

 

 

Wäre da nicht der Chemnitzer Max Heß gewesen. Der sprang Mitte Mai beim Springermeeting in Garbsen völlig überraschend 15,43 Meter weit und führt seit diesem Zeitpunkt die Deutsche Jahresbestenliste an. Ja selbst in der Weltrangliste kletterte er zu diesem Zeitpunkt bis auf Platz sechs. Nationale Konkurrenz verspürt Dimitri Antonov, der in den letzten Jahren zahlreiche Deutsche Titel sammelte und bis heute im direkten Vergleich in seiner Altersklasse ungeschlagen ist, nur recht ungern. In der Vorwoche setzte sich der Realschüler zwar deutlich gegen seinen nationalen Widersacher durch. Die Wetter-Bedingungen waren aber so miserabel, dass Max Hess im deutschen Ranking dennoch vorne blieb.

Da Bruder Ivane beim Leichtathletik-Sportfest des VfB Stuttgart einen Start einen Start eingeplant hatte, war für Dimitri klar, dass er es da noch einmal versuchen wollte. Unter der Woche steckte er aber keinesfalls im Training zurück und bereitete sich auch nicht sonderlich auf den Wettkampf vor. Allerdings waren die Wetterprognosen für die württembergische Landeshauptstadt gut. Bis auf dem recht böigen Wind traf dies vor Ort dann auch letztlich zu. So brauchte Dimitri Antonov nur zwei Versuche und die Machtverhältnisse im Deutschen Jugend-Dreisprung waren wieder zurechtgerückt. Starke 15,59 Meter wurden da für ihn gemessen. Dies war die beste U18 Weite in diesem Jahr in Europa. Ja selbst weltweit sprangen bisher nur ein Chinese und ein Kubaner weiter, als der 17-Jährige im Trikot der LAC Quelle Fürth.

„Schade, dass ich wegen dem wechselnden Wind bei den folgenden Versuchen leicht übergetreten bin. Ich glaube da war schon einer über 16 Meter dabei“, sagte Dimitri Antonov und untermauert damit, dass er in diesem Jahr noch deutlich weiter springen kann.

Bis zur WM will er mit seinem ersten „16er“ nicht warten. Bei der internationalen Schweinfurter Jugendgala, die am Samstag, den 22. Juni im Sachs-Stadion ausgetragen wird, greift er erneut an. Für alle Deutschen U18-Nachwuchsathleten die zur WM wollen, ist dieser Termin Pflicht. Im Anschluss an dieser Veranstaltung findet die Nominierung statt. Aber da dürfte für Dimitri Antonov ja alles klar sein. Auch wenn es da noch nicht mit den 16-Metern klappen sollte. Nicht ganz rund läuft es dagegen noch bei Bruder Ivane. Der 18-Jährige beißt sich zur Zeit an der sehr hochgesetzten U20-EM-Norm von 15,60 Metern die Zähne aus. In Stuttgart stand bei ihm lediglich ein Versuch von 15,07 Metern in der Ergebnisliste. Daher probiert er es am kommenden Wochenende bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Göttingen erneut.