Rakoczy-Lauf

Veröffentlicht: Montag, 20. Mai 2013 Geschrieben von Reinhold Nürnberger Drucken E-Mail

Bad Kissingen, 27.04.2013 (nürn) Mehr als dreihundert Sportlerinnen und Sportler kamen trotz schlechtem Wetter zur fünften Auflage des Bad Kissinger Rakoczylaufes. Die Schnellsten im 8,6 Kilometer langen Hauptlauf durch den Bad Kissinger Luitpold-Park waren Michael Wetteskind von der DJK Schweinfurt und Andreas Grau vom DAV Bad Kissingen, die am Ende nach 30:23 Minuten nahezu gleichauf ins Ziel liefen. Bei den Damen gewann Katharina Eberling aus Nüdlingen vor Manuela Greier vom TSV Hollstadt.

Bilder

Ergebnisse

Schon am Vormittag hatten zahlreiche Kindergarten und Vorschulkinder, bei den vom KissP@d-Team ausgerichteten Kinderläufen für eine tolle Lauf-Atmosphäre im Bad Kissinger Sportpark gesorgt, die auch am Nachmittag bei der Hauptveranstaltung ihre Fortsetzung fand. „Ich habe mich gefreut, dass trotz des Regens so viele Sportler kamen“, sagte Cheforganisator Manfred Klabouch von der Leichtathletik-Abteilung des TSV Bad Kissingen.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg gab am Sportpark den Startschuss für die 230 Läuferinnen und Läufer, die sich für einen Start beim Hauptlauf entschieden hatten. „Aufgrund von Bauarbeiten musste die Strecke in diesem Jahr etwas gekürzt werden“, bedauerte Klabouch. Aber dennoch bot sich den Sportlern auf dem 8,6 Kilometer langen Kurs, durch den in voller Blüte stehenden Luitpoldpark, wieder eine äußerst reizvolle Strecke.

Die Schönheiten der Natur durften auch die beiden schnellsten Herren etwas genießen. Michael Wetteskind und Andreas Grau schlossen früh einen Nichtangriffspakt und wechselten sich an der Spitze mit der Tempoarbeit ab. Schon am Wendepunkt unterhalb der Nordbrücke hatten sie sich weit vom übrigen Feld gelöst. „Dass wir vorne so gut harmoniert haben, hat sich einfach so ergeben“, erzählt Michael Wetteskind, der vor einer Woche beim gut besetzten Schweinfurter Citylauf Vierter wurde und dabei die 10 Kilometer erstmals unter 35 Minuten lief. Auch den Ramsthaler Weinberglauf hatte der 27-Jährige Physiotherapeut aus Schweinfurt im letzten Jahr gewonnen. Unmittelbar vor dem Ziel lies Martin Grau den Schweinfurter dann doch noch den Vortritt. „Ich glaube im Spurt hätte er mich ohnehin gepackt“, gesteht der 36-Jährige aus Ryersbach, der bereits vor drei Jahren den Rakoczy-Lauf gewann. „Beim Laufen hole ich mir die Fitness für den Berg“, sagt der Hochgebirgsführer des DAV Bad Kissingen, der in den letzten zwei Jahren rund ein Dutzend schöne Gipfelerlebnisse auf Höhen jenseits von 4000- und 5000 Meter hatte. „Kein Wunder, dass der so schnell ist. Er ist ja ständig im Höhentrainingslager“, gab Michel Wetteskind schmunzelnd die Erklärung für die ungewöhnliche Laufstärke des Alpinisten. Auf den weiteren Plätzen folgten Matthias Orth (Elektro Orth) und Martin Grau vom DAV Bad Kissingen. Mit Jakob Weilbach stellte der Bad Kissinger Alpenverein auch noch den stärksten Jugendlichen im Hauptlauf.

Unter den drei schnellsten Damen in Bad Kissingen waren gleich zwei Hobby-Läuferinnen aus der „Laufhochburg“ Nüdlingen. Katharina Eberling, die sogar noch der Jugendklasse angehört, lief dabei allen davon. Die Auszubildende, die für die VR-Bank-Bad Kissingen-Bad Brückenau eG startete, war nach 40:03 Minuten im Ziel und hatte am Ende rund 50 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Manuela Greier vom TSV Hollstadt. „Dem Krebs davon laufen“. Unter diesem Motto stand der diesjährige Rakoczylauf. „Ich laufe dem Krebs seit fünf Jahren erfolgreich davon“, berichtet Manuela Greier bei der Siegerehrung in der Eishalle. Die 42-Jährige hatte vor fünf Jahren Darmkrebs. Seitdem betreibt die zweifache Mutter intensiv Laufsport, gehört bei der Laufserie des Rhön-Grabfeld-Cups zu den besten Frauen und fühlt sich bei ihrem Sport so richtig wohl.

„Ich bin bei der Bundeswehr und da ist es Pflicht, sportlich fit zu sein“, begründete die Drittplatzierte Anke Herrmann ihre gute Laufleistung. Immerhin drei bis viermal in der Woche schnürt die 29-Jährige aus Nüdlingen ihre Laufschuhe für das Ausdauer-Training.

Flott unterwegs waren beim Rakoczylauf aber auch die Schülerinnen und Schüler. Für die 2,12 Kilometer lange Schleife benötigte die erst 9-Jährige Sina Kron gerade einmal 9:27 Minuten und war damit die Schnellste aller Mädchen. „Der Lauf hat mir richtig Spaß bereitet“, berichtet die Grundschülerin, die in der Kindergruppe des TSV Arnstein seit einem Jahr Leichtathletik betreibt. Auch Larissa Steiner vom TSV Bad Kissingen blieb als Zweite noch unter 10 Minuten.

Bei den Jungs brillierte Niklas Hein vom VfR Burggrumbach. Der 12-Jährige siegte in 8:49 Minuten vor Kay Dilje vom TSV Bad Kissingen.