Bayerische Hallenmeisterschaften der Aktiven und Jugend A

Ivane AntonovIvane Antonov lies sich im Dreisprung-Wettbewerb der Jugend B auch nicht vom starken ersten Versuch des Kirchheimers Tobias Anderl schocken. Der landetet erst bei 13,32 Meter in der Sandgrube und sprang damit exakt soweit, wie der junge Bad Kissinger bei seiner persönlicher Bestleistung von vor zwei Wochen. Ivane Antonov hatte jedenfalls in seinem ersten Versuch sogleich die passende Antwort parat. Nach „Hop“, „Step“ und „Jump“ – so bezeichnet man die drei unmittelbar aufeinander folgenden Sprünge im Dreisprung - wurden für den 15-Jährigen Gymnasiasten unglaubliche 13,69 Meter gemessen. An diese Klasseweite kam an diesem Tag keiner mehr heran und so feierte der TSVler seinen ersten Bayerischen Titel bei der Jugend B. Der Bayerische Landestrainer Roland Fleischmann traut Ivane Antonov in der Freiluftsaison sogar Weiten jenseits von 14 Metern zu. Sollte ihm dies gelingen, könnte er in seinem ersten B-Jugend Jahr sogar um die Podestplätze bei den Deutschen Meisterschaften mit springen. Am zweiten Wettkampftag stellte sich Ivane Antonov dann noch dem Weitsprungwettbewerb. Mit 6,17 Meter erzielte er auch hier eine längst fällige Bestleistung und wurde am Ende damit immerhin Fünfter.


Isabell Hergenröther, ebenfalls aus der Talentschmiede des TSV Bad Kissingen,Isabell Hergenröther musste sich über 400 Meter der Jugend B mit dem undankbaren vierten Rang trösten. In einem äußerst stark besetzten Wettbewerb lief sie in 58,94 Sekunden jedoch eine Klassezeit und verbesserte ihren Hausrekord um rund eine halbe Sekunde. Die 15-Jährige Realschülerin hätte vielleicht besser bei den Frauen antreten sollen. Denn mit ihrer Zeit über die zwei Stadionrunden wäre sie bei den Aktiven locker auf den zweiten Platz gelaufen. Auch am zweiten Tag der Meisterschaften wusste Isabell Hergenröther zu überzeugen. Sie gewann ihren Zeitendlauf über 200 Meter in guten 26,45 Sekunden und belegte damit am Ende in der Gesamtwertung den sechsten Rang.


Nicht ganz zufrieden dürfte Lisa Hofmann vom TSV Bad Kissingen mit ihrem Auftritt über 800 Meter bei den Frauen gewesen sein. Die Jugendliche, die schon vor zwei Lisa Hofmann und Julia WenzkeJahren die vier Hallen-Runden in immerhin 2:13 Minuten bewältigte, lief das Rennen viel zu passiv. Sogar die wiedererstarke Julia Wenzke vom TSV Münnerstadt ging eingangs der letzten Runde an Hofmann vorbei. Während ganz vorne Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt–Gambach-Lohr) und Karolin Pilawa (LG Stadtwerke München) den Sieg in starken 2:06 Minuten unter sich ausmachten, war die Bad Kissingerin damit beschäftigt, wenigstens noch Julia Wenzke abzufangen. Für Lisa Hofmann war der sechste Rang in 2:21,21 Minuten eigentlich eine kleine Endtäuschung, während die Mürschterin mit Rang sieben und 2:22,14 Minuten auf dem besten Wege ist, wieder an alten Zeiten anzuknüpfen.
Der TSV Münnerstadt hatte bei den Titelkämpfen in Fürth auch wieder eine 4 x 200 Meter Frauen-Staffel aufgeboten. In der Besetzung Barbara Schneider, Michaela Feldle, Eva Wilm und Julia Wenzke wurde das Quartett am Ende in 1:50,41 Minuten Siebte.

 


Anton Vorrat vom FSV Hohenroth lief im Vorlauf über 60 Meter Hürden starke 8,96 Sekunden und stand damit im Finale der besten Acht. Dies war auch das Ziel des Neu-Hohenrothers, der noch den jüngeren B-Jugend Jahrgang angehört. Im Endlauf wurden für ihm 9,01 Sekunden gestoppt, womit er den guten siebten Rang belegte. 
Dominik Abert vom VfL Sportfreunde Bad Neustadt hatte sich für die Titelkämpfe im Sprint über 60 Meter qualifiziert. In 7,65 Sekunden gelang ihm sogar eine neue persönliche Bestzeit, die für das Erreichen des Halbfinales allerdings nicht reichten.